Welche Schwimmhilfe für Baby´s und Kinder

Plitsch, platsch, badespass – Schwimmen ist der absolute Badespass der Kleinen.

Schwimmhilfen wie z.B. Schwimmringe, Schwimmkragen, Schwimmreifen, Schwimmsitze oder Schwimmwesten können gute Unterstützung leisten.

Sie fördern die natürlichen Schwimmreflexe Ihres Babys. Zusammen mit der richtigen Schwimmwindel kann der Badespaß losgehen.

Welche Schwimmhilfen sind zu empfehlen?

Kinder, die noch nicht selbstständig schwimmen können, benötigen aus Sicherheitsgründen eine Schwimmhilfe. Viele Hallenbäder weisen mit vielen Schildern darauf hin und hätten sogar das Recht, Eltern mit Kindern wieder hinaus zu bitten, falls diese ohne Schwimmhilfe im Wasser sind. Hierdurch wird deutlich, wie wichtig Schwimmhilfen sind. Selbstredend sollten auch Baby´s nicht ohne die richtige Schwimmhilfe im Wasser planschen. Dies gilt auch dann, wenn sich die Eltern zusammen mit dem Baby im Babybecken befinden und jederzeit eingreifen könnten. Das Problem ist, dass Baby´s auch in einer noch so flachen Pfütze ertrinken können.

Allerdings sichern Schwimmhilfen nicht nur ein Ertrinken ab, man kann mit vielen Modellen ebenfalls das Schwimmen lernen. Daher stellt sich für viele Eltern jetzt die Frage:

Welche Schwimmhilfe ist die richtige?

Die Hilfsmittel sind in drei Klassen eingeteilt, die den Schwimmfähigkeiten entsprechen.

Klasse A: Passiv genutzten wie z.B. Schwimmsitze,
Klasse B: Hilfsmittel die aktiv genutzt werden wie z.B.Schwimmflügel und Schwimmscheiben, Schwimmwesten, Schwimmkragen und Schwimmgürtel.

Klasse C: Diese Gruppe von Schwimmhilfe sind für aktive Benutzer gedacht die sich an dem Hilfsmittel festhalten z.B. Schwimmbretter und die Schwimmnudel.

Während es früher nur die Schwimmflügel gab, stehen heute alle Eltern einem umfangreichen Angebot von Hilfen gegenüber. Klar kann eine Vorauswahl bezüglich des Körpergewichtes getroffen werden, aber die feine Auswahl fällt trotzdem nicht leicht. Schließlich sollen die Schwimmhilfen nicht nur sicher, sondern auch bequem zu Tragen sein. Insbesondere wenn sich die Kinder über ein paar Stunden hinweg im Wasser aufhalten, sollte dem Punkt Komfort eine besondere Beachtung zukommen.

In diesem Artikel gehen wir auf die unterschiedlichen Schwimmhilfen ein und zeigen auf, für welches Alter sich diese eignen.

Schwimmflügel

Der Schwimmflügel ist der Klassiker schlechthin. Diesen gibt es bereits seit einigen Jahrzehnten und wird nach wie vor gerne verwendet. Das tolle an dieser Schwimmhilfe ist die Tatsache, dass es diese in allen Größen gibt. Hierbei muss insbesondere das Körpergewicht beachtet werden. Diese Angabe ist auf jedem Schwimmflügel vorhanden. Somit können sowohl Baby´s als auch größere Kinder die Schwimmflügel tragen. Wichtig ist nur, dass die richtige Größe verwendet wird und dass die Schwimmflügel aus je zwei aufblasbaren Kammern bestehen. Des Weiteren sollten sie das GS-Siegel tragen, das die nötige Sicherheit verspricht. Verschiedene Designs führen dazu, dass jedes Kind sein Lieblingsmodell findet.

Schwimmscheiben

Die Schwimmscheiben können bei Kinder ab einem Jahr eingesetzt werden. Hierbei handelt es sich um mehrere Scheiben aus hartem Schaumgummi. Diese Scheiben werden über den Arm des Kindes geschoben und liegen somit in der gleichen Position wie die Schwimmflügel. Der Vorteil der Schwimmscheiben liegt darin, dass hier in der Regel drei einzelne Scheiben pro Arm verwendet werden, die man nach Leistungsstand des Kindes reduzieren kann. Zu Beginn benötigt das Kind alle drei Scheiben und je besser es schwimmen kann, umso früher darf eine Scheibe abgenommen werden, beziehungsweise kann mit weniger Schwimmscheiben das Schwimmen schneller erlernt werden. Ebenfalls können Schwimmscheiben keine Luft verlieren.

Schwimmkissen (Schloris)

Die Schwimmkissen kommen dann zum Einsatz, wenn das Kind selbstständig Schwimmen lernen möchte. Dieses Set besteht aus einem Gürtel, der um den Bauch geschnallt wird und zwei Schwimmflügel, die jedoch nicht am Arm angebracht werden. Die Schwimmflügel befinden sich am Rücken, wodurch das Kind viel Bewegungsfreiheit beim Schwimmen hat. Das Schwimmkissen besteht nicht aus Plastik, sondern aus angenehmer Baumwolle. Zwar müssen die Schwimmflügel auch aufgeblasen werden, aber sie besitzen kein Ventil: Sie werden über die Naht aufgeblasen. Der Vorteil besteht darin, dass man während des Schwimmens Luft ablassen kann, umso den Auftrieb zu verringern: Das Kind lernt das selbstständige Schwimmen.

Schwimmgürtel

Die Schwimmgürtel dürfen ab dem zweiten oder dritten Lebensalter verwendet werden. Bei dieser Schwimmhilfe handelt es sich um einen Gürtel, auf dem fünf oder sechs Styroporblöcke sitzen. Diese können je nach Leistungsstand des Kindes entfernt werden: Je besser das Kind schon schwimmen kann, umso weniger Blöcke müssen sich auf dem Gürtel befinden. Auf diese Weise kann der Schwimmgürtel über mehrere Jahre hinweg genutzt werden und unterstützt sinnvoll das Schwimmen lernen. Allerdings muss hierbei darauf geachtet werden, dass der Gürtel an seinem Platz – am Bauch – sitzen bleibt. Nur dann kann er das Kind beim Schwimmen lernen unterstützen. Manchmal rutscht ein Schwimmgürtel bis unter die Achsel, wenn dieser nicht fest genug geschnallt wurde.

Schwimmwesten

Schwimmwesten kennt jeder auch in der Variante als Rettungsweste. Die Schwimmweste ist jedoch keine Rettungsweste, sondern unterstützt das Schwimmen lernen. Die Schwimmweste gibt es als aufblasbares Modell oder als Modell, in dem sich feste Schaumstoffkörper befinden. Wichtig ist auch hier, dass die Schwimmweste gut sitzt und nicht verrutschen kann. Um dem vorzubeugen, statten viele Hersteller ihre Schwimmwesten mit einer oder zwei Schnallen aus, die logischerweise verstellbar sind. Schwimmwesten gibt es in unterschiedlichen Größen, sodass alle Kinder ab dem dritten Lebensjahr damit ausgestattet werden können. Auch bei dieser Schwimmhilfe hat das Kind völlige Bewegungsfreiheit und kann das Schwimmen so sehr einfach lernen.

Badeanzug mit Auftriebshilfe

Keine Angst, diese Variante eignet sich sowohl für Jungs als auch für Mädchen. Hierbei handelt es sich um Schwimmanzüge, in dessen Inneren sich wie bei manchen Varianten der Schwimmweste Schaumstoffkörper befinden, die nach Leistungsstand des Kindes einzeln herausgenommen werden können. Somit kann der Auftrieb verringert werden, wodurch das Kind das selbstständige Schwimmen lernt. Die meisten Modelle bieten gleichzeitig einen UV-Schutz, weshalb sie sich besonders für den Urlaub eignen. Der Badeanzug mit Auftriebshilfe bietet ebenfalls Bewegungsfreiheit, sollte jedoch sehr gut sitzen, damit dieser nicht verrutschen kann. Die Hersteller empfehlen diese Badeanzüge mit Auftriebshilfe ab zwei Jahren.

Schwimmtrainer

Der Schwimmtrainer ist ein aufblasbarer Reifen, in dem das Baby oder Kleinkind wie in einem Hochstuhl hineingesetzt werden kann. Für Babys gibt es separate Gurte, mit denen sie nochmals abgesichert werden können – ein Herausrutschen wird somit verhindert. Laut Herstellerangabe können die Babys auch nicht nach vorne kippen. Die Schwimmtrainer gibt es in unterschiedlichen Größen, beginnend für Babys ab drei Monaten bis hin zu Kindern mit circa acht Jahren. Babys und Kleinkinder freuen sich besonders über den Schwimmtrainer, da sie hiermit im Wasser laufen können. Manche Schwimmtrainer bestehen aus mehreren, aufblasbaren Kammern, wodurch sich die Sicherheit erhöht. Die meisten von ihnen haben ein GS-Siegel.

Schwimmbrett

Schwimmbretter gibt es in vielen verschiedenen Ausführungen. Einige von ihnen haben vorne zwei Griffe, an denen sich jeder ungeübte Schwimmer festhalten kann. Geübtere Kinder werden eher zu den Schwimmbrettern greifen, die keine Griffe besitzen. Mit einem Schwimmbrett können die ersten Schwimmbewegungen geübt werden, allerdings kann man sehr schnell von diesen Brettern herunterfallen. Des Weiteren muss das Brett immer die passende Größe haben, es darf weder zu kurz noch zu lang sein. Sicherer wäre es immer, wenn zusätzlich zum Schwimmbrett noch eine andere Schwimmhilfe verwendet wird. Selbstredend eignet sich ein Schwimmbrett nicht für Babys, sondern erst ab dem Kleinkindalter.