Fitness mit Baby vorm Bauch – Sport in der Schwangerschaft

So wunderbar es auch ist, ein Baby zu gebären, so birgt diese Tatsache leider auch einen winzigen Nachteil in sich. So erfreuen sich die neu gebackenen Mütter nicht über das zusätzliche Gewicht, das auch nach der Geburt noch vorhanden ist. Dass dies aber nicht immer so bleiben muss, beweisen viele Fitnessstudios.

Denn neuerdings gibt es neue Trainingsprogramme, die speziell auf Mütter mit Babys abgestimmt wurden. In diesem Fall benötigt die Mutter keinen Babysitter, um trainieren zu können, denn: Das Baby wird mit eingebunden. Je schwerer das Baby wird, umso höher gestaltet sich der Trainingserfolg. Hierbei muss das Training nicht nur in geschlossenen Räumen stattfinden, es gibt bereits viele Programme im Freien. Das mitwachsende Gewicht des Kindes ist ein natürlicher Trainingsfaktor, der den sportlichen Erfolg langsam und sinnvoll steigert. Zu einer körperlichen Überlastung kommt es hier nicht.

Ab wann darf mit dem Training begonnen werden?

Laut Aussagen von Hebammen und Ärzten darf die frisch gebackene Mutter frühestens sechs Wochen nach der Geburt mit leichten Übungen beginnen, die darauf abzielen, den Beckenboden zu trainieren. Um hier einen sinnvollen Erfolg zu erzielen, können Sie an einem Rückbildungskurs teilnehmen – dies wird oft als Voraussetzung verlangt, um überhaupt an den Sportkursen mit Baby teilnehmen zu dürfen.
Mit dem anstrengenderen Trainingsprogramm sollten Sie erst sechs bis neun Monate nach der Geburt beginnen. Selbstverständlich gilt auch hier wie immer: Vorsichtig beginnen und langsam steigern. Wenn Sie sich unsicher sind, dann fragen Sie bei Ihrer Hebamme oder Frauenarzt nach.

Fitness mit Baby vorm Bauch bietet mehr als nur sportliche Betätigung

Babys lieben den Körperkontakt zu ihren Müttern. Diesem Umstand wird beim speziellen Fitnessprogramm Rechnung getragen: Das Bedürfnis nach Körperkontakt und sportlicher Betätigung wird zusammengeführt. Es gibt Kurse mit dem Namen Kangatraining, das von der Wienerin Nicole Pascher entwickelt wurde. Bei diesem Sport dürfen die Babys zu Beginn an den Bodenübungen teilnehmen und werden anschließend in die Babytrage oder ein Babytuch gelegt. Mit diesem zusätzlichen Gewicht am Körper erhöht sich der Trainingserfolg – die Mütter kommen hier wirklich ins Schwitzen. Der große Vorteil besteht darin, dass keine Gewichte oder Geräte benötigt werden. Besondere Übungen führen dazu, dass die zusätzlichen Pfunde schnell verloren gehen und neue Muskeln aufgebaut werden. Selbstverständlich wird darauf geachtet, dass die Babys richtig getragen werden, damit sich keine Rückenprobleme entwickeln. Ganz im Gegenteil: Das Kangatraining sorgt dafür, dass sich die Rückenmuskeln aufbauen und so die Babys problemlos und gesundheitsschonend getragen werden können. Die gespielte Musik fördert zudem das musikalische Verständnis der Babys.

Sportliche Betätigung im Freien

Wenn die Mutter nicht in einem Fitnesscenter trainieren möchte, so kann sie an einem Programm teilnehmen, das im Freien stattfindet. Diese Möglichkeit gibt es seit Jahren in den USA und wird auch in Deutschland immer beliebter.

Hierbei joggen die Mütter mit Kinderwagen im Park. Der Spaß kommt hierbei keinesfalls zu kurz, denn oft werden Slaloms um Bäume oder Parkbänken herum ausgeführt. Dass diese Art von Fitness äußerst beliebt ist, beweist die Tatsache, dass der Bundesliga-Sportverein Werder Bremen Walking mit Kinderwagen anbietet. Manchmal sogar werden Steigerungen auf Parkplätzen ausgenutzt, um das Training gezielt zu erhöhen.
Eine weitere Möglichkeit, mit dem Baby zusammen Sport zu treiben, wäre leichtes Wandern oder Bergsteigen. Hierbei erhält das Baby die nötige Sinnesreizung und kann die Umgebung erkunden. Die Mutter hingegen hält ihren Körper fit und baut überschüssige Pfunde ab.

Alternative Sportmöglichkeiten mit dem eigenen Baby

Natürlich muss sich keine Mutter an einem Kurs anmelden, um Sport mit Baby treiben zu können. Sie kann sich einen individuellen Kurs für daheim ausdenken und sich zum Beispiel ein Laufband oder einen Hometrainier kaufen. Trainieren kann sie dann, wenn das Baby schläft oder auch in diesem Fall das Baby in eine Babytrage setzen.

Alles ist möglich und macht sogar Spaß. Keine Mutter muss heute ihr Baby in die Krippe oder zum Babysitter geben, um Sport machen zu können. Das Baby wird eingebunden und erhält so die nötige Zuwendung. Schwimmen ist eine weitere Chance, zusammen mit dem Baby Sport zu machen. Auch in diesem Fall werden zwei Komponenten zusammengeführt: Das Baby kann seine ersten Erfahrungen mit Wasser machen, während die Mutter Gymnastik im Wasser treibt. Wer zusätzlich seine Seele kräftigen möchte, könnte Yoga mit Baby treiben und trainiert damit ganz nebenbei den Beckenboden.

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